christmas card, gold embossed on black paper

Slow-Print und wie Qualität die Achtsamkeit fördert.

Es ist soweit: Wir sind mitten im Jahresendspurt! Wir hoffen Sie können dabei auf eine Unmenge an schönen Erinnerungen, kleinen Erfolgen und grossen, erreichten Zielen zurückblicken. Jedoch kennen Sie es auch, wenn Sie manchmal denken, dass ihnen die Zeit entgleitet, dass die Geschwindigkeit sich gefühlt von Tag zu Tag verdoppelt? Wir bieten dazu eine Reissleine für kleine achtsame Momente, die Sie für sich und ihre Kunden einbinden können: das Printprodukt.

Schon geht’s los mit dem Verkaufen!

Keine Angst, wir wollen ihnen nichts andrehen, sondern etwas ins Bewusstsein zurückrufen. Denn inmitten all der Flut an E-Mails, Apps, Social Media-Kanälen, Online-Portalen, B2C-/B2B-/D2C-Shops, disruptiven Geschäftsmodellen*, optimierten Prozessen, neuen Kollaborationsformen, usw. taucht des Öfteren ein Begriff auf: Achtsamkeit.

Achtsamkeit führt zu einer bewussteren Wahrnehmung seiner Selbst, seinen Handlungen und seiner Umgebung. Im übertragenen Sinne ist es Yoga für unseren Geist.
Was passiert dabei? Wir sperren die Hektik aus. Wir fokussieren uns auf das Hier und Jetzt.
So ergeht es ihnen doch auch, wenn Sie ein gedrucktes Produkt in ihrer Hand halten? Ihr aktuelles Lieblingsbuch beispielsweise? (Falls Sie gerade keines haben, lassen Sie sich doch noch kurzfristig eines auf Weihnachten schenken)

Wo liegt die Magie eines gedruckten Produkts?

Ein Erklärungsversuch könnte sein, dass bei der Berührung weitere Sinne aktiviert werden. Ohne eine gesellschaftliche Diskussion vom Zaun zu brechen, dass zu viele Personen ständig in ihre kleinen Geräte schauen, muss doch erwähnt werden, dass auch eine digitale Haptik existiert. Hierbei geht es grundsätzlich um die Benutzerführung, durch eine App, über eine Website oder innerhalb eines Portals. Man könnte auch von digitaler Ergonomie sprechen. Doch leider beschränkt sich der Tastsinn gerade einmal auf das Display unseres Smartphones oder Mausbewegungen und Tastaturanschläge.

Nun ist dies ein grosser Nachteil, denn wir alle kennen den Effekt einer Berührung. Dieser Moment, wenn die Augen etwas sehen, die Finger es erfühlen und alle Nerven die Impulse an das Gehirn weiterleiten. Ein digitales Produkt ermöglicht dies nicht in demselben Masse! Ein Beispiel hierzu: Man hatte oft vermutet, dass die E-Books normale Bücher verdrängen – dies ist aber nicht eingetreten. Der Umsatzanteil betrug 2018 5% an den verkauften Titeln, auch wenn er im Vergleich zum Vorjahr zugenommen hat.
Das erklärt noch nicht alles, weshalb wir etwas persönlicher werden.

Der Autor nimmt gedruckte Information besser auf

Beginnen wir mit des Autors Start in den Tag: Nachdem das Raubtier sein Futter erhalten hat, bekommt auch Mensch eine Stärkung und informiert sich erst mal über die Neuigkeiten in der Welt und der Schweiz. In der Zeitung? Nein, News werden ausschliesslich digital konsumiert – bezahlt, wohlbemerkt. Digital bleibt auch mehrheitlich der Arbeitstag (abgesehen von Scribbles, Entwürfen oder Notizen, welche handschriftlich auf dem Block verfasst werden, der gerade links neben der Tastatur liegt). Wird sich am Feierabend hingegen einem Thema gewidmet, das erhöhte Konzentration benötigt, dann wird bevorzugt zum Buch gegriffen.
Woran liegt das? Ein Fachbuch zwingt den Leser zur bewussteren Aufnahme. Notizen oder Fragen werden direkt auf der Seite oder dem Notizbuch gemacht.
Untersuchungen konnten zudem eine Steigerung der Lernfähigkeit durch digitale Mittel nicht nachweisen. Spricht also sehr für Handnotizen und gedruckte Lehrmaterialien.
Was dieses Beispiel soll? In erster Linie aufzeigen, dass es kein richtig oder falsch gibt, sondern nur Individualität. Bedeutet, dass in gewissen Situationen ein Medium einem anderen vorgezogen wird. Denn Fragen und Notizen können ebenso gut in einem PDF erstellt werden, überhaupt kein Problem. Doch die Form der Aufnahme von Informationen am Bildschirm stellt sich anders dar, als einem gedruckten Produkt gegenüber. Online wird vor allem von Digital Natives ein Verfahren angewandt, welches sich durch den gewohnten Umgang mit Websites ergibt. Man scannt eine Seite zuerst um die Relevanz der Inhalte feststellen. Deshalb sind dabei auch gerade einmal 50 Millisekunden ausschlaggebend ob jemand bleibt oder zurück zu Google wechselt. Bevor nun der Inhalt wirklich gelesen wird, wendet der Digital Native das «Skimming» an. Das ist eine Form von Querlesen bei welcher in möglichst kurzer Zeit und möglichst geringem Aufwand die relevante Information aus dem Text gezogen werden soll. Klingt sehr oberflächlich ist aber ziemlich effizient, wenn aus einer immensen Menge an Information die Wichtigste gefunden werden soll. Bei einem Printprodukt, geschieht aber folgendes: Der Leser hat sich für dieses Medium entschieden – ziemlich bewusst. Bereits hier ist der Wille zur Konzentration auf nur einen Kanal ersichtlich. Niemand kann behaupten 15 Sachbücher nach Hause zu bestellen, um dann alles zu überfliegen nur um festzustellen, dass das letzte Buch die gewünschte Information enthält. Dieser Vorgang findet online, ein paar Schritte vor dem Kauf statt.

Wir erkennen worauf das hinaus führt: Print hat seinen Einsatz an einem gewissen Punkt!

Als Druckerei seid Ihr doch gezwungen solche Aussagen zu treffen!

Wäre eine vorstellbare Aussage, trifft aber nicht auf die Realität zu.
Es geht nämlich nicht darum ein Medium einem anderen gegenüber zu bewerten. Das Leben ist mehr als nur Schwarz und Weiss. Denn es geht um folgendes: Qualität vor Quantiät und Klasse statt Masse. Setzen das richtige Medium zum richtigen Zeitpunkt ein!

Ein kleines Beispiel: Nehmen wir an, Sie sind Carosserie-Spengler und haben sich auf die Restauration von Oldtimern spezialisiert. Sie bieten somit eine spezielle Dienstleistung an, welche eine bestimmte Zielgruppe hat und diese wiederum ist etwas unempfindlicher gegenüber Preisen. Ihre Dienstleistung ist sehr spezifisch und von hoher Qualität, weshalb Sie auch einen entsprechenden Preis verlangen können.
Wie gelangen Sie aber an ihre Kunden? Spezialisten wie Sie haben in der Regel einen guten Ruf, der sich innerhalb der Szene herumspricht. Zusätzlich, weil Sie an die Zukunft denken, möchten Sie noch wachsen und das gezielt aufgleisen. Sie setzen für Ihre Marketingaktivitäten eine Person ein, die daraufhin schöne Videos produziert, welche Sie bei der täglichen Arbeit zeigen. Diese spielen Sie über die Sozialen Medien aus, denn Sie haben realisiert, dass ihre zukünftige Kundschaft auf diesen Kanälen unterwegs ist. Denn Junge haben oft keinen Oldtimer aber bestimmte träumen davon. Wieder andere sind bereits im Besitz eines solchen und liebäugeln mit einer Restauration.
Diese Gruppe wird nun ansprechend und ihren Präferenzen entsprechend abgeholt.
Zusätzlich betreiben Sie Content-Marketing mittels ihres Blogs, auf welchem Sie über Konservierungsmethoden sprechen, welche jeder Besitzer vor der Einwinterung vornehmen sollte. Sie behandeln Themen, wie man selber kleine Lackschäden professionell selbst beheben kann und vieles weiteres.

Sie werfen somit ein Netz – ganz gezielt – nach zukünftigen Kunden aus. Da Sie einerseits einen Blick hinter die Kulissen ihrer Arbeit ermöglichen und Interessierten gratis Informationen und How-To’s anbieten, sind Sie auf gutem Weg ein vollumfängliches Erlebnis zu schaffen. Was passiert aber nach dem Kauf ihrer Dienstleistung? Hier werden Sie kaum Rabattcodes für die nächste Hohlraumversiegelung per Mail an alle Ihre Kunden versenden. Sie werden vielleicht Pflegemittel am Black Friday günstiger anbieten. Was Sie aber tun sollten: Produzieren Sie kleine Zertifikate, welche Sie am Innenspiegel aufhängen. Diese sollen ihren Qualitätsanspruch untermauern und durch kleine Veredelungen des Produkts wird dieser Anspruch zusätzlich zementiert. Sie produzieren Lackmuster, welche in einer Mappe sind, die den Betrachter auf verschiedenste Art in seinen Bann ziehen: Durch auserwählte Papiersorten sowie ansprechendes Layout und Veredelungen.

Für kleinere Reparaturen benötigen Sie hingegen kein Zertifikat. Hier wäre beim Kunden aber bereits ein bleibender Eindruck hinterlassen, wenn Sie nur schon eine kleine Dankeskarte für den Auftrag am Lenkrad oder Schaltknauf befestigen. Die Wertschätzung beginnt nämlich mit kleinen Dingen, welche kontinuierlich verteilt werden. Doch drucken Sie diese nicht selbst aus. Wichtig ist, dass Sie den qualitativ hochwertigen Eindruck über alle ihre Kommunikationswege einhalten. Sparen Sie also nicht am falschen Ort.

All diese Produkte bedingen keiner hohen Auflage, denn der Grundsatz ist: Qualität vor Quantität.

Fazit

Sie kommen – vor allem über die Sozialen Medien – mit allerlei Personen in Kontakt, die Ihnen den heiligen Grahl der Kundengewinnung und Kundenpflege anpreisen. Seien Sie aber misstrauisch wenn absolute Ergebnisse garantiert werden und von DER Musterlösung gesprochen wird. Die Realität und das wissen Sie selbst, ist alles andere als so einfach.

Was wir Ihnen aber garantieren können ist der Effekt der entsteht, wenn Sie mit kleinen aber feinen Produkten ihre Kunden entzücken. Wenn Sie ihnen einen kleinen Moment schenken, der den Lärm ausblendet, keine Marktschreier-Botschaft vermittelt, nicht von Geiz-ist-geil spricht sondern ihre Werte, ihre Überzeugungen und ihre Message übermittelt.

Der Transporteur kann einer von vielen Kanälen sein, keiner ist alleinig der Richtige oder der Falsche. Jedoch verzichten Sie auf keinen der Kanäle! Denn erst durch die dauerhafte Präsenz ist ihnen Aufmerksamkeit sicher und damit Sie im Briefkasten die Masse ausstechen, sind kleine aber hochwertige Kniffs ihr Pluspunkt! Wie Sie zu so einem hochwertigen Produkt kommen? Wir sind ihre Adresse. Oder möchten Sie ihr gesamtes Konzept überarbeiten? Dies stellt ebenfalls kein Problem dar, die richtigen Personen haben wir bereits zur Hand.

Ein Danke und ein Gruss

Liebe Leser, dies wird der letzte Beitrag des Jahres sein, bevor wir uns in die wohlverdiente Weihnachtszeit begeben. Bis zum 24.12. um 12.00 Uhr sind wir für Sie noch erreichbar. Persönlich möchte sich der Autor ebenfalls noch bedanken und wünscht ihnen ein besinnliches Fest einen guten Rutsch und freut sich, wenn Sie im neuen Jahr wieder so aufmerksam den Zeilen folgen. Sollten Sie Anregungen, Wünsche, Kritik oder das Bedürfnis nach einem Austausch haben, so zögern Sie nicht uns zu kontaktieren.

In diesem Sinne verbleiben wir mit einem grossen Dankeschön.

Ihre Zehnder Print AG

*lesen Sie hierzu unbedingt mal diesen Artikel: https://www.zukunftsinstitut.de/artikel/innovation-und-neugier/der-mythos-disruption/

Quellen:

Erlhofer, Brenner; «Website-Konzeption und Relaunch – Planung, Optimierung, Usability»; Rheinwerk Computing; 2019
https://www.boersenblatt.net/2019-02-15-artikel-_e-books_im_hoehenflug_-kennzahlen_zum_buchmarkt_2018_.1599949.html
https://www.nzz.ch/meinung/die-digitale-bildungsrevolution-zeitigt-ernuechternde-resultate-ld.1469766

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