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Ihr Unternehmen und Ihre Ideenentwicklung: Passt denn auch alles zusammen?

In einem ersten Schritt hatten Sie die Möglichkeit, etwas über eine Methode zur Problemlösung oder Förderung der Innovation, Design Thinking genannt, zu erfahren. In diesem Artikel führen wir unser Gedankenspiel fort und Sie erkennen ob Ihre Idee, in Erscheinung und Aussage, auch zu Ihrem Unternehmen passt.

Falls Sie sich jetzt über den Begriff des Design Thinking wundern, so empfehlen wir Ihnen, sich folgenden Artikel zu Gemüte zu führen. Erst danach sollten Sie sich mit diesem Teil befassen. Ein wenig Vorwissen wird vorausgesetzt. Hier geht’s zur Ressource: https://zehnder.ch/design-thinking-und-problemloesung/.

Rekapitulieren wir den Ursprung des Themas im Schnellzugstempo, dann ist die Aussage folgende: Verstehen Sie Ihre Zielgruppe? Am besten erstellen Sie dazu Personas, hypothetische Kunden, welche Ihre Zielgruppe mit allen zugehörigen Attributen repräsentieren. Diese Zielgruppe will beobachtet werden, um reale Ergebnisse zu erhalten, wie potenzielle Kunden mit Ihrem Produkt hantieren oder Ihre Dienstleistung bewerten. Da dies kaum selbst bewerkstelligt werden kann, können Sie dies extern an eine Marktforschung weitergeben. Möglicherweise haben Sie aber auch ein Vertriebsteam, wodurch Sie in der glücklichen Lage sind, dass diese Personen durch den direkten Kundenkontakt zu spannenden Erkenntnissen kommen können. Anhand der neuen Daten, haben Sie nun die Chance eine ziemlich umfangreiche Sichtweise Ihrer Kundschaft zu erhalten. Nehmen Sie die Position der Kundensicht ein und bewerten Sie Ihr Produkt oder Ihre Dienstleistung kritisch. Diese Bewertung soll betriebsübergreifend gemacht werden, wodurch die Verbesserung interdisziplinär in einen Ideentopf einfliessen soll. Daraus kann ein Prototyp erstellt werden, welcher zuerst internen Tests unterzogen wird, bevor er dann an bestimmte Kunden geliefert wird, die als Beta-Tester fungieren. Daraufhin beginnt der Prozess wieder von Neuem, dass Sie Rückmeldungen entgegennehmen und sich kontinuierlich verbessern. Soviel zum Thema Design Thinking.

Was aller Umsetzung zuvor kommt, ist die benannte Idee. Falls Sie noch etwas Hilfe benötigen Ihre Kreativität anzukurbeln, legen wir Ihnen folgenden Artikel ans Herz: https://99u.adobe.com/videos/63714/kyle-t-webster-make-time-for-boredom#
Kyle Webster spricht im Video (auch als Transkript einsehbar) über Langeweile und wie wir diese als Motor für unsere Kreativität nutzen sollten. Falls es mit dem Englisch etwas zu viel des Guten ist, wenden Sie sich an eine weitere Methode: Die Osborn-Checkliste. Hierbei werden, mittels neun Prinzipien, neue Denkanstösse gewonnen.

Folgende Prinzipien müssen Sie dabei beachten:

  • Substitute: Austauschen, ersetzen, Bild-, Wortwechsel.
  • Combine: Verknüpfen, zusammenfügen, mischen.
  • Adapt: Anpassen, vergleichen, nachmachen, ähneln.
  • Magnify: Vergrößern, übertreiben, Formate sprengen.
  • Modify: Verändern (Form, Funktionen, Blickwinkel).
  • Put it to other use: Anders verwenden, neuen Nutzen finden.
  • Eliminate: Entfernen, vereinfachen, Regeln brechen.
  • Rearrange: Neu ordnen, umstellen, Unsichtbares zeigen.
  • Reverse: Umkehren, Gegenteil machen, neu anfangen.

Diese neun Prinzipien bilden die Grundlage, um Fragen zu formulieren, welche Ihre Problemstellung betreffen. Es kann sich dabei um eine Dienstleistung, ein Produkt oder ganz spezifische Services handeln.

Als Beispiel könnten folgende Fragen entstehen:

  • Gibt es alternative Verwendungen so wie es ist?
  • Was kann ich hinzufügen?
  • Was geschieht, wenn ich es verkleinere?
  • Andere Zutat, Ingredienz, Inhaltsstoff, Betriebsstoff?
  • Was ist mit dem Gegenteil?
  • Kombiniere Absichten, Einsatzbereiche!
  • Usw.

Wichtig ist zu erwähnen, dass Sie so viele Fragen wie möglich stellen. Versuchen Sie wirklich alles zu hinterfragen, denn bereits der Prozess vor dem Beantworten beinhaltet, dass Sie sich auf eine völlig neue Weise damit auseinandersetzen was das Problem darstellt.
Anhand Ihres Produkts oder des festgelegten Ziels versuchen Sie nun die Fragen zu beantworten.
Die gewonnenen Ideen zerlegen Sie in Einzelteile, da die Lösung möglicherweise aus allen Bestandteilen besteht. Erledigen Sie dies im Team, müssen Sie die verschiedenen Inputs zusammentragen. Möglicherweise entsteht nun etwas völlig Neues, welches Sie sogar erneut hinterfragen könnten. Der Prozess kann durch mehrmalige Wiederholung immer genauer werden.

Nun gut, wenn Ihnen im Moment die schöpferische Kraft ausbleibt, legen Sie eine Pause ein. Auf Knopfdruck funktioniert auch den besten Designern dieser Welt nicht alles. Ein Spaziergang an der frischen Luft kann regelrechte Wunder zu Tage fördern.

Bei allem kreativem Schaffen sollten Sie aber folgende Fragen nicht vergessen. Passt Ihre Idee in die strategische Ausrichtung Ihrer Unternehmung? Wenn Sie diese Idee nach Aussen vermitteln, passt deren Botschaft zu Ihrem bestehenden Corporate Design?

Der Unterschied zwischen CI und CD

Beginnen wir zuerst mit jenem Teil, welcher den meisten Personen geläufig sein sollte: Das Corporate Design (CD). Beim CD handelt es sich um die Definition des Erscheinungsbilds. Das beginnt beim Briefpapier, Ihrer Darstellung der internen Kommunikation, Ihrer Homepage, den Posts auf Social Media-Kanälen, den Inseraten und Werbeplakaten und endet bei Ihrem Gebäude, der Leuchtreklame auf dem Dach, den Möbel und welche Arbeitskleider, dass Ihre Mitarbeiter ggf. tragen. Im Grunde beinhaltet das CD das komplette visuelle Erscheinungsbild. Dies sollte aber im Einklang sein, weshalb bei einem CD Ihre Firmenfarben, Schriften, Materialien, usw. definiert werden, um die Einheit und Wiedererkennbarkeit zu fördern und erhalten.

Ihre Identität wird aber nicht nur durch Ihre Erscheinung dargestellt. Denn ein Unternehmen verhält sich nicht anders als ein Mensch. Die Reduktion auf das Äusserliche reicht nicht aus. Wer nur mit gut aussehen punktet, hat langfristig wenig zu bieten. Was bei uns als Charakter, als Persönlichkeit und Charakter beschrieben wird, als Komplettierung unseres Wesens, erfüllt das Corporate Identity (CI) bei einem Unternehmen. Das CI beinhaltet die vertretenen Werte und Normen und stellt gewissermassen ein Leitbild dar. Es bildet die Grundlage der Unternehmenspersönlichkeit, in welcher der Auftrag und die Ziele festgehalten sind. Es beschreibt die Kultur, welche gelebt wird, die Sprache, die gesprochen wird und das Verhalten nach Innen und die Repräsentation nach Aussen.

Erfolgreiche Unternehmenskommunikation gründet auf einem Fundament, welches die Kernaussage des CI transportiert.

Wie transportiere ich meine Kernaussage?

Nehmen wir ein prägnantes Beispiel: Nike. Sie kennen diese Marke oder hatten mindestens einmal Kontakt mit Ihr. Was erkennen Sie, wenn Sie die Marke Nike betrachten? Den markanten «Swoosh», wie der nach oben rechts ausgerichtete Haken genannt wird. Dann kennen Sie sicher den Slogan «Just do it.» und die Aussage dahinter. Das sind beides sehr schön konzipierte Teile eines CD’s, doch nur Bestandteile, was die Marke ausmacht.

Falls Sie die Biografie des Gründers Phil Knight kennen, benötigt es keine weitere Erläuterung. Falls nicht, so war es, dass Phil in Anfangszeiten kein Geld für den Transport hatte. Seine Lösung war seine alte Armeeuniform und der Armeesack voller Turnschuhe, womit er durch die Eingangskontrolle der Armeelogistik kam und an Bord eines Transportflugzeugs an die Westküste der USA kam. Diese Anekdote steht exemplarisch was die Marke Nike beinhaltet. Es geht um den Willen etwas zu Ende zu bringen, unabhängig ob man gewinnt oder verliert. Dass man es gemacht und durchgezogen hat spielt eine Rolle. Dies wurde im Laufe der Jahre durch verschiedene Spots und Werbeträger sowie weitere Werbemassnahmen untermauert, so dass es Ihnen als selbstverständlich scheint, was Sie lesen. Aber genau DAS sollte das Ziel sein.

Eine solche Marke ist nicht alltäglich. Ähnliches gibt es bei uns doch gar nicht?

Falls das Ihr Gedanke war, muss ich Sie enttäuschen. Auch wir haben solche Marken. Möglicherweise sind sie im internationalen Vergleich kleiner. Dennoch haben sie es geschafft, durch ein klares Bild und eine konsistente Message, eine Marke zu bilden die Strahlkraft besitzt.

Bleiben wir ganz lokal. Denken Sie an Firmen in Ihrer Umgebung die Sie kennen. Wir nehmen als Beispiel einen unserer langjährigen Begleiter, für welchen wir mehrfach schöne Projekte durchführen durften, die Hans Eisenring AG. Wenn Sie nun unter https://eisenring-kuechenbau.ch/ schauen, werden Sie bereits in der Küchenhauptstadt willkommen geheissen. Dies ist bereits ein Statement! Was bedeutet «die Küchenhauptstadt» für Sie? Exklusivität und Hochwertigkeit, die so divers wie die Bevölkerung ist und von allen getragen wird. Wenn Sie sich auf die Produkte und die Kommunikation einlassen, stellen Sie rasch fest, dass wir uns in einem Bereich befinden, der keine gewöhnlichen austauschbaren Produkte beinhaltet. Ebenso ist auch deren Darstellung, die durch klare Formen, saubere und hochwertige Materialien besticht. Diese Philosophie wird auch im Erscheinungsbild des Logos beibehalten. Auf eine Spielerei wird verzichtet und farblich kommt ebenfalls keine Fasnacht daher.

Falls Sie sich nun fragen: Das ist alles doch viel zu edel und kommt kalt daher?! Wir dürfen Ihnen versichern, dass Sie eines Besseren belehrt werden, wenn Sie die Ausstellung vor Ort betreten. Bereits der Empfang ist herzlich und menschlich und zieht sich durch den gesamten Aufenthalt. Damit wird die Kernbotschaft vermittelt: Eine Küche entsteht aus Handwerk, aus Bodenständigkeit. Sie dient mehr als nur dem Zweck, sie wird zum Mittelpunkts des Lebensraumes. Es entsteht ein Begegnungsort, wo nebst der Zubereitung der Mahlzeiten, das Leben und der Austausch stattfindet. Bei all dem liegt der Fokus des Designs auf Funktionalität und Simplizität, damit Sie sich auf das Wichtige konzentrieren können. Der Kern ist daher der Mensch und sein Bedürfnis nach Kontakt und dies in seiner persönlichen Oase.
low angle photography of drop lights
Quelle: https://unsplash.com/photos/NDLLFxTELrU

Worauf wollen wir denn hinaus?

Es geht darum, dass Sie verstehen, wie Ihre Idee zum Gesamtkonzept passen soll. Einst hatte uns ein weiser Werber die Metapher erzählt, in welcher die Kreativen, wie Schafe auf einem Felde, eingezäunt werden sollten. Ziel davon sei es, dass sie mit Ihren Ideen so hoch wie möglich springen sollten, aber innerhalb des Zauns. Sie sollten mit Ihren Ausführungen nicht herausspringen. Die Aussage davon ist, dass wenn Sie Innovationen planen, vor allem wenn Sie Kommunikations- oder allgemeine Marketingmassnahmen planen, stets passend zur Kernaussage respektive Ihrem Corporate Identity sein müssen. Kreative Einzelmassnahmen machen wohl Spass, schaden langfristig aber eher Ihrem Erscheinungsbild, ganz abgesehen von einer zielführenden Wirkung.

Damit Sie sich nicht verzetteln oder falls Sie keinen Ausweg sehen, so sollten wir uns möglicherweise zusammensetzen. Man mag einer Druckerei konzeptionelle Fähigkeiten absprechen, wobei wir Ihnen widersprechen müssen. Denn wenn wir den Ansatz des Design Thinking nehmen und uns mit unserem Netzwerk an einen Tisch setzen, garantieren wir Ihnen eine erfolgreiche Umsetzung und Ergebnisse.

Dabei bleiben Sie nicht aussen vor, denn wie bereits erwähnt, Sie sind nicht Kunde, Sie sind unser Partner und gemeinsam streben wir zum Erfolg.

 

Quellen:

https://www.ci-portal.de/definition/
https://de.wikipedia.org/wiki/Osborn-Checkliste
https://medium.com/idea-thinking/die-osborn-checkliste-8e385faf87e4
https://99u.adobe.com/videos/63714/kyle-t-webster-make-time-for-boredom#
https://bernet.ch/blog/2012/06/21/was-ist-eigentlich-corporate-identity/
https://monami.hs-mittweida.de/frontdoor/deliver/index/docId/8552/file/Bachelorarbeit_Lucas_Ciancio_BM13wD5-B.pdf

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